
Hamburg 1984, viel Regen, kaum Sonne, man findet selten Freude auf den Gesichtern der Menschen. Ich transportiere diese auf große Leinwände. Ich versuche mit wenigen Farben einen Hauch von Freude in der Stadt zu erschaffen.
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Nach einer Reise in die Schweiz und dem Leben auf 3000 Meter Höhe bin ich wieder in Berlin. Aus der Schweiz habe ich viele Bilder und Träume mitgebracht. Ich setze die Träume in der Stadtlandschaft des Tiergartens fort. Ich erlebe den Tiergarten in den vier Jahreszeiten. Alles was ich anfasse wird bunt vor allem die Leinwände in 2011.
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Van Gogh ist einer meiner vier guten Künstlerkollegen. Wir alle sind sehr unterschiedlich in den Kunstrichtungen, sowohl was die Inhalte anbetrifft als auch die Technik. Wir treffen uns ab und zu an unterschiedlichen Orten, unterhalten uns und streiten über unterschiedliche Dinge: über die Politik, die Kultur, die Liebe und natürlich vor allem über Malerei. So unterschiedlich wir auch sind, wir verstehen uns blendend. Mit van Gogh traf ich mich im Herbst letzten Jahres, danach hatte ich Lust, ihn zu porträtieren. Hier habe ich ein paar kleine van Goghs. Ach übrigens, meine drei weiteren guten Freunde sind Peter Paul Rubens, Pablo Picasso und Joseph Beuys.
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Nach einer schweren Operation kehre ich zurück ins Leben. Ich habe viel zu erzählen. Ich muss viel schreiben. Ich baue mir eine eigene Schreibmaschine mit vier Rädern und damit schreibe ich über meine Tage, Monate und Jahre, die ich gelebt und erlebt habe. Sehr ungewöhnliche Tagebücher.
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Bevor ich 1979 nach Deutschland kam, lebte und arbeitete ich nach der Revolution eine Zeit lang in Kurdistan. Ich habe nicht nur blutige Bilder von der Revolution, sondern auch die unvergesslichen Bilder der roten Tulpenfelder Kurdistans unter dem knallblauen Himmel mit nach Deutschland gebracht.
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Als aktiver Kämpfer gegen die Shah Diktatur und für die Freiheit weiß ich, dass nicht nur der Körper unter der Gewalt und im Gefängnis leidet, sondern noch mehr die Gedanken und Gefühle. Hier werden die Ideen hinter Gitter gestellt.
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Ich habe mein Atelier in der Nähe von St. Pauli in Hamburg. Ich bin ziemlich oft im Kiez. Wie würde Peter-Paul Rubens künstlerisch reagieren, wenn er St. Paulis Huren nackt malen würde? Die großen Bilder (6 x 3 m) präsentiert in einer Einzelausstellung im Kunsthaus Hamburg 1985, sind meine Antwort darauf.
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Meine ersten politischen Bilder im deutschen Exil.
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Zentral sind grundlegende Elemente des Krieges und des Lebens. Bomben, Raketen, zerrissene Kleider, zerknüllte Zeitungen, Teile von abgestürzten Kampfflugzeugen, verbrannte Menschen, verbrannte Autos aber auch Rosen in Erinnerung an die Liebe und Zuneigung, als Zeichen für Frieden und Freude. Unauffällig übermalte Röntgenbilder stehen als Symbol für ein tödliches Leben. Die Bilder sind trotzdem von starker Ästhetik erfüllt. Sie sind keine Kriegserklärung sondern eher ein Aufruf zum konstruktiven Aufstand und Aufbau des Hauses. Syrien, der freie Staat von morgen.
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